Ehrliches Lob und konstruktive Kritik
Lob ist ein Wundermittel, das in der Geschäftswelt leider viel zu selten zum Einsatz kommt. Es stärkt die Beziehung, drückt Wertschätzung aus und motiviert – aber nur, wenn es aufrichtig und angemessen ist. Wenn Sie jemandem nur „Honig ums Maul schmieren“, kommt das ebenso wenig gut an wie übertriebene Lobhudelei, die unglaubwürdig wirkt. Außerdem sollte Lob zeitnah erfolgen und konkret sein. Eine Aussage wie „Ihre Mitarbeiterin leistet gute Arbeit“ ist zu schwammig, um als Lob durchzugehen. Beschreiben Sie besser genau, durch welche Fähigkeiten oder Kenntnisse die Person positiv hervorsticht, etwa: „Wir sind von den Präsentationen, die Ihre Mitarbeiterin erstellt, beeindruckt.“ Diese Präsentationen als „die weltbesten aller Zeiten“ zu bezeichnen, wäre wiederum zu viel.
Kritisieren funktioniert nach denselben Regeln
Schieben Sie Ihre Kritik nicht auf die lange Bank, seien Sie ehrlich und übertreiben Sie nicht. Sprechen Sie konkret an, was es zu bemängeln gibt, und verallgemeinern Sie Ihre Kritik nicht. Mit einer Aussage wie „Die Mitarbeitenden Ihres Unternehmens sind inkompetent“ scheren Sie alle über einen Kamm – dabei geht es vermutlich nur um eine Person. Und diese Person wiederum ist wohl kaum „gänzlich unfähig“, sondern hat wahrscheinlich nur ein bestimmtes Fehlverhalten gezeigt. Beschreiben Sie dieses Verhalten sachlich und werden Sie nicht persönlich, selbst wenn Sie sich noch so sehr geärgert haben. Es geht in Ihrem Kritikschreiben nicht darum, dass Sie Dampf ablassen, sondern darum, dass eine Lösung gefunden wird.
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