„Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“, lautet ein bekanntes Sprichwort. Wir alle rufen ständig bewusst oder unbewusst Dinge in die Welt hinein – mit unseren Worten und Taten. Und die Reaktion, die aus der Welt zurückkommt, hat meistens etwas damit zu tun, was wir gesagt und getan (oder auch nicht getan) haben. Dieses Phänomen nennen Psychologen das „Resonanzprinzip“. Bestätigt wird diese Idee auch von dem Phänomen der sich selbst erfüllenden Prophezeiung (Selffulfilling Prophecy = SFP). Studien der SFP-Forschung belegen, dass wir mit unseren Erwartungen sowohl unser Verhalten als auch die Reaktionen unserer Mitmenschen beeinflussen.
In einer der bekanntesten Studien („Pygmalion-Effekt“) haben die amerikanischen Wissenschaftler Robert Rosenthal und Leonore Jacobson festgestellt, dass die Erwartungen einer Lehr kraft an die Leistungen der Schüler ihre Beurteilungen der jeweiligen Personen ebenso beeinflussen wie deren Leistungen: im Positiven wie im Negativen – auch dann, wenn die Schüler von den Erwartungen nichts wissen und die Lehrkraft objektiv zu sein glaubt.